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Rathausquartier Zwickau
Umbau und Sanierung und Erweiterungsneubau Rathaus Zwickau
Teilprojekt Verwaltungsbau
Leistungen:
Tragwerksplanung
Lph. 2-6 nach HOAI § 64
Technische Gebäudeausrüstung
Lph. 1-8 nach HOAI § 73
Bauphysikalische Nachweise
Lph. 1-5 nach HOAI §§ 78, 81


Auftraggeber:
Stadt Zwickau, Hochbauamt
GGZ Gebäude- und Grundstücks-
gesellschaft Zwickau mbH

Herstellungskosten:
(gesamt) 17.000 T€


Tragwerksplanung

Techn. Gebäudeausrüstung HLS

Techn. Gebäudeausrüstung ELT

Die Sanierung des Rathauses erfolgt unter Bewahrung aller denkmalgeschützten Bauteile. Der Nordflügel am Markt bleibt bestehen und die Seitenflügel werden unter Erhaltung der denkmalgeschützten Fassade des Westflügels abgebrochen. Ebenso wird die Fronfeste des Ostflügels erhalten und mit dem Neubau überbrückt. Der Neubau erstreckt sich über den gesamten Bereich hinter dem historischen Nordflügel und bindet die klassizistische Fassade des ehemaligen Westflügels ein.
Der Neubauteil enthält in den Seitenflügeln der Obergeschosse Büros der Stadtverwaltung und im Inneren den repräsentativen Stadtsaal für den Stadtrat. Die Erdgeschoßzone bleibt dem Handel vorbehalten.
Das historische Rathaus wird im Wesentlichen erhalten. Eingriffe erfährt es im repräsentativen Eingangsbereich und in der Verbindung zum Neubau. Die Holzbalkendecken werden unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten saniert, geschädigte Balkenköpfe werden ausgetauscht. Zur Erhöhung der räumlichen Steifigkeit des Gebäudes werden die Holzbalkendecken durch Flachstahlverbände mit einer Scheibenwirkung versehen. Der Dachstuhl bleibt erhalten und wird partiell saniert. Im Anschlussbereich des ehemaligen Westflügels wird er in der historischen Form geschlossen.
Die Gründung des Neubaus erfolgt einheitlich auf Großbohrpfählen. Damit werden die Forderungen für die Erdbebensicherheit in der Erdbebenzone 1 erfüllt und die aus der Erdbebenbelastung resultierenden Horizontalkräfte können aufgenommen werden. Alle Bestandskeller werden mit Magerbeton verfüllt. Dadurch kann eine aufwändige Baugrubensicherung entfallen, die bauzeitliche Sicherung der Westfassade ist gewährleistet und für die Pfahlgründung besteht eine einheitliche Bohransatzebene.
Die Geschossdecken werden als gewichtsreduzierte Stahlbetonflachdecken ausgeführt und dadurch die Lasten für die Bohrpfahlgründung und damit Kosten reduziert. Die gebäudeaussteifenden Funktionen übernehmen im Wesentlichen die Wandscheiben und Kerne der Treppenhäuser und des Aufzugsschachtes.
Die Überdachung der Bürobereiche erfolgt durch eine massive Dachdecke aus Stahlbeton. Das Dach über dem Stadtsaal wird durch Leimholzbinder und quer dazu spannende Leimholzplatten gebildet. Das Foyer wird mit einem verglasten Sheddach auf Stahlpfetten überspannt.